CO‑OP 01: Ein neuer Meilenstein für die erste Wohnbau‑Genossenschaft in Belval Sud

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CO‑OP01: Ein neuer Meilenstein für die erste Wohnbau‑Genossenschaft in BelvalSud

Am vergangenen Samstag schloss die Genossenschaft CO‑OP 01, Gewinnerin des von AGORA organisierten Wettbewerbs, im der Maison du Projet in Metzeschmelz eine Reihe von Workshops ab, die das Ende der ersten Co‑Creation‑Phase ihres Projekts markieren.
Dieser Schritt steht für weit mehr als nur eine Reihe von Treffen: Er symbolisiert die Verwirklichung einer Idee, die aus dem Wunsch entstand, in Belval Sud eine neue Art des Wohnens zu erfinden – partizipativer, solidarischer und nachhaltiger.

Ein Wettbewerb, um Wohnen neu zu denken


Der von AGORA initiierte Wettbewerb hatte zum Ziel, neue Ansätze des Wohnens zu fördern und die Bürgerbeteiligung in der Stadtplanung zu stärken.
Die Genossenschaft CO‑OP 01 gewann diese erste Ausgabe, getragen von einer Gruppe zukünftiger Bewohner, die ein Wohnmodell entwickeln möchten, bei dem Entscheidungen, Verwaltung und Nachbarschaftsleben gemeinsam gestaltet werden.
Seitdem arbeitet die Gruppe Schritt für Schritt mit Unterstützung von AGORA daran, diese Vision in ein konkretes Projekt zu verwandeln. Die partizipativen Workshops stellten dabei eine entscheidende Etappe im Prozess der gemeinsamen Entwicklung dar.

Workshops zum Strukturieren und Gestalten


Unter der Leitung von Céline Zimmer, Expertin für die Begleitung genossenschaftlicher Projekte, und mit der Teilnahme von Jorge Teixeira, AGORA‑Vertreter bei jedem Treffen, haben die Mitglieder von CO‑OP 01 die verschiedenen Dimensionen ihres zukünftigen Projekts erkundet.
Auf dem Programm standen die Ausarbeitung der Satzung, die Erstellung des Businessplans und mehrere Architektur‑Workshops zum Grundstück, auf dem bald das Gebäude in Belval Sud entstehen wird.
Diese Arbeitssitzungen dienten dazu, die rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlagen des Projekts zu schaffen, aber auch, gemeinsam darüber nachzudenken, wie gemeinschaftliche Räume, Funktionen und Verantwortlichkeiten gestaltet und geteilt werden sollen.
Bei jedem Workshop wurde das Maison du Projet zu einem echten Ideenlabor: Diskussionen, Skizzen, Modelle und spontane Austausche prägten die oft lebhaften und inspirierenden Sitzungen.

Ein gemeinschaftliches und menschliches Lernfeld


Über die technischen Aspekte hinaus ist dieser Weg eine zutiefst menschliche Erfahrung.
Die Teilnehmenden lernten, miteinander zu kommunizieren, gemeinsame Entscheidungen zu treffen und ein Gleichgewicht zwischen individuellen Wünschen und kollektiven Bedürfnissen zu finden. Nach und nach bildete sich eine gemeinsame Vision heraus – die eines partizipativen Wohnens, das auf Vertrauen und gegenseitiger Verantwortung beruht.
Dieses kollektive Lernen verkörpert ideal die Philosophie von AGORA: Stadtteile zu gestalten, in denen Co‑Creation und der Dialog zwischen öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren die Stadt von morgen formen.
Das Beispiel von CO‑OP 01 zeigt, dass dieser Ansatz zu konkreten Projekten führen kann, getragen von echter gemeinschaftlicher Energie.

 

Ein neuer Abschnitt beginnt

Mit dem Abschluss dieser ersten Phase tritt CO‑OP 01 nun in eine neue Etappe ein – die architektonische Planung und Umsetzung des Projekts.
Die sozialen und organisatorischen Grundlagen sind nun gefestigt; jetzt geht es darum, die Ideen in Plänen und bald in der gebauten Realität des neuen Viertels von Belval Sud zu verwirklichen.
Für AGORA bestätigt dieses Pionierprojekt die Relevanz genossenschaftlicher Innovation in der Stadtentwicklung:
Lebensräume zu schaffen, die wirtschaftlich tragfähig, ökologisch verantwortungsvoll und vor allem sozial verbindend sind.

 

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